AMERICA #10



Es ist ja bekannterweise immer einfacher zu schreiben über Erlebnisse, wenn sie noch "frisch" sind, aber ich versuche jetzt dennoch einmal von meinem Ostersonntag (auch wenn meine liebe Pati schon sehnsüchtig auf den New York - Post wartet. Sorry!) zu berichten. Dieser begann ziemlich chillig mit Ausschlafen, Frühstück, Texten mit Lima ❤. Gegen 15 Uhr kam Aunt Puddy & damit der Osterhase. Für jeden hatte sie ein kleines Körbchen vorbereitet; sogar für mich, was wirklich nett war, da ich sie ebenfalls das letzte Mal vor 13 Jahren gesehen hab & sie keine direkte Verwandte ist. Kurz darauf folgten Jeremy (Travis' Bruder) & dessen Freund Justin inklusive Hund Ally. Und als ob das nicht schon genug Leute gewesen wären, trudelten um 17 Uhr  noch Arabella mit Julio & ihren beiden Töchtern, Valerie & Tiffany, + dem Festmahl ein. Nach schnellem Fertigstellen & Aufwärmen ging die Schlemmerei schließlich los. Ein Wort beschreibt es ziemlich treffend: Delicious! Die Kids waren währenddessen ziemlich aufgeregt. Ich wusste nicht so recht warum, aber nach dem Essen schnappte sich jeder ein Osterei. Alle stürzten aus dem Haus; ich nichtsahnend hinterher. Bald stellte sich heraus, dass es sich um eine Art Brauch handelte. Nicht aus Amerika, sondern vermutlich chinesischer Herkunft. Die Eier waren mit Papierschnippseln gefühlt und man musste es auf dem Kopf von Jemanden zerschlagen. Das soll angeblich Glück bringen. Ich glaub nicht an sowas, aber es hat Spaß gemacht. Danach hieß es 'Bye Ashburn! Hello Westminster!'. Und dazu ging es in einen anderen Bundesstaat; nämlich von Virginia nach Maryland zu Arabella, denn sie wohnt näher an Baltimore; der Stadt, ab die unser Zug morgens um 5.30 Uhr abfahren würde. Dennoch würden wir eine Stunde brauchen, um zum Bahnhof zu gelangen & so war der Plan um 3.45 Uhr in der Nacht in Westminster zu starten. Und ebenfalls war es der Plan möglichst früh dann schlafen zu gehen, aber irgendwie waren wir mehr damit beschäftigt, das perfekte Outfit für den nächsten Tag & damit für NY zusammenzustellen. Mädchenkram halt. Um halb 1 waren wir dann aber doch - wie Opa sagen würde - vernünftig & gingen zu Bett. Ich in folgendes:




Sieht nett aus, oder? Dachte ich auch. Und seht ihr die rechte Lampe. Chic, oder? WAR sie auch. Denn ich hab sie fertig gemacht. Ich sage nur: Murphey's Law. Es ist hier üblich, dass man an so einem kleinen Rädchen innerhalb des Lampenschirms dreht, um sie auszuschalten. Gewöhnlich stellt man sie erst ein, zwei Stufen heller, bevor sie ausgehen. Interessiert euch bestimmt total. Der spannende Teil & das grandiose Finale meines Ostersonntages 2012 kommt aber jetzt erst: Ich drehte am Rad (haha) und obwohl es nur eine Stufe war, drehte dann die Lampe durch. Stromgeräusche, Flackern, Feuer. Und meine Hand immer noch am Rädchen bzw. im Feuer. Nach ein paar Sekunden realisierte ich, dass das nicht gut war & zog sie zurück. Die Flammen erloschen ebenfalls, aber es stank wirklich verbrannt & einfach eklig. Zirka eine halbe Minute starrte ich auf meine 4 Finger der rechten Hand & dachte: Oh... Sie tun nicht weh. Alles ist gut. Aber dann fing es an zu brennen & die Lampe war immer noch nicht aus. Ich rief etwas verwirrt Julio, um nach ihr zu sehen & ihm folgten Arabella & Adele. Nachdem diese schnell begriffen, was passiert war, reagierten sie wie echte Mamas & bedauerten mich, entschuldigten sich & holten mir Massen an Eisklumpen zum Kühlen. Julio untersuchte währenddessen die Lampe, fand aber keine Ursache, warum diese so auf meine magischen Hände reagierte. Mit dem Eisspray, welches Valerie gab, war nicht viel zu machen & so brachte mir Arabella eine Tasse Milch zum Kühlen ans Bett. Das war wirklich ein guter Tipp & half grandios. Aber nur solange, wie ich die Hand nicht heraus zog. Jedoch wollte ich auch nicht einschlafen & die Milch auf dem Teppich verteilen & damit noch mehr Unannehmlichkeiten bereiten. Und so entschied ich mich noch eine halbe bis dreiviertel Stunde zu Kühlen, ehe ich dann für anderthalb Stunden Schlaf meine Finger wie Feuer erneut brennen ließ. Irgendwie scheine ich ein Pechvogel zu sein. 













 Jeremy & Ally







 gefärbte, mit Senf gefüllte Ostereier ... nicht wirklich mein Fall

 




 









P.S.: Dies war gleichzeitig der 100. Post. Ich hoffe, euch gefällt weiterhin, was ich poste! :)

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