Ich gebe es zu; ich habe einen Tick. Obwohl bereits über 40 Flüge auf mein Konto gehen, höre ich immer noch sehr aufmerksam den Sicherheitsmaßnahmen der Flugbegleiterinnen zu. Irgendwie gibt mir das ein Gefühl von Sicherheit & das konnte ich bei diesem Flug nun wirklich gut gebrauchen, denn er war definitiv einer der schlechtesten, die ich je hatte. Gratulation an American Airlines. Kein Vergleich zum Lufthansa-Flug letzte Woche. Vom Zustand des Fliegers & der Ausstattung fang ich besser erst gar nicht an. Aber immerhin ... nun bin ich in Virginia. Ich sollte mich glücklich schätzen, denn bis gestern startete kein einziges Flugobjekt vom Dallas Fort Worth Airport aufgrund der Tornados. "Zuhause" bekam ich eine schnelle Hausführung von Elisabeth & schon ging es weiter nach Washington D.C. Selbst die Hinfahrt war ein Highlight für sich. Wir wurden von der Polizei verfolgt & angehalten. Grund: Rückwärtsfahren an der Mautstelle. Auch eine Erfahrung von einem amerikanischen, unfreundlichen Mann in Uniform zurecht gewiesen zu werden. Wir kamen mit einer Verwarnung davon. Weiter ging's. Doch Murphy's Law ("Wenn etwas schief gehen kann, dann wird es auch schief gehen.") schlug erneut zu. Wir fanden mal wieder nicht den richtigen Weg. War aber alles gar nicht so schlimm. So sah ich ein wenig von der Stadt (Besichtigung ist für Mittwoch geplant.). Nach langem Suchen gelangten wir letztendlich doch auf die gesuchte Waterstreet & fanden einen perfekten Parkplatz direkt am Ort des Geschehens, was wirklich wie eine Entschädigung für die Hinfahrt erschien. Trenna, Adele's Arbeitskollegin & Freundin, erwartete uns bereits auf dem Cherry Blossom Festival. Es wird zu Ehren der japanischen Kirschbäume
abgehalten, die rund um das Tidal Bassin gepflanzt sind. Mehr als 3000
dieser Zierkirschen stehen an dieser Stelle. Die Bäume wurden 1912 als
Geschenk des Bürgermeisters von Tokio nach Washington
gebracht. Im Jahr 1935 wurde das erste Mal ein „Cherry Blossom Festival“
abgehalten. Immer wieder wurden weitere Bäume gepflanzt. Das älteste
Exemplar ist mehr als 1.500 Jahre alt. Mittlerweile ist das Festival zu
einem der größten Straßenfeste in Washington geworden & wird jedes
Jahr von mehr als 1 Millionen Besuchern aufgesucht. 2012 ist es jedoch besonders, da die Bäume 100 Jahre nun in der amerikanischen Hauptstadt "hausen" & deswegen wurde um 20.30 Uhr ein Feuerwerk der Superlative geboten. Ich habe noch nie ein so langes (15-20 Minuten) & ausgefallenes gesehen. Da kann selbst Berlin mit seinem Silvester-Festival nicht mithalten. Unglaublich. Ich will nicht wissen, wie viele Millionen Dollar da in die Luft geschossen wurden. Soll mich aber auch nicht weiter kümmern; ich hatte meinen Spaß. Die Rückfahrt verlief ähnlich wie die Hinfahrt... planlos. Obwohl wir nun eine Person mehr waren (Trenna) verirrten wir uns wieder einmal. Doch Gott sei Dank verlor niemand seine gute Laune... im Gegenteil. Ich sah gerade deswegen schon das Weiße Haus, Pentagon (+ 9/11-Denkmal; gruseliges Gefühl da lang zu fahren, wo vor 11 Jahren das Flugzeug langraste & crashte), Monument, Capitol, etc. Es war regelrecht frustierend, als wir nach ungefähr einer Stunde Umsonstfahren wussten, wo wir uns befanden. Nichtsdestotrotz war das ein perfekter Auftakt für die nächsten 5 Tage an der Ostküste der USA!
Trenna (Sie hat so eine positive Aura & ist total witzig. Zu ihrem schwulen Freund am Telefon, der uns suchte, sagte sie: "Baby, you're black. I can't see you in the dark!")
Mein Reich für die letzten Tage in Amerika... Ich habe eine separate Wohnung & ein King-Size-Bett !!!



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen